Beschreibung
Nach den beiden vorangegangenen Bänden – „Die Kunst antiker Reiche“ und „Die Kunst der Antike“ – erscheint nun der dritte Band von Mencls Geschichte der europäischen Architektur, der die mittelalterliche Kunst des europäischen Westens behandelt. Er beginnt mit der karolingischen Renaissance und der ottonischen Kunst unter dem Untertitel „Die Polarität der Macht im Heiligen Römischen Reich (9.–10. Jahrhundert)“ und setzt sich mit der romanischen Kunst fort, die als „Morgenröte von Cluny“ (11.–12. Jahrhundert) bezeichnet wird. Kaiser Karl der Große († 814) baute programmatisch auf der Universalität des Weströmischen Reiches und der antiken Kunst auf. Seitdem prägte Rom die mittelalterliche Entwicklung maßgeblich. Mencl beobachtet die Transformation antiker Formen in Karls Palästen, der bipolaren Basilika und der neuen Klosterstruktur. Im 10. Jahrhundert gewinnen der Materiekult und die Magie der Krypten an Bedeutung, und befestigte Siedlungen entstehen. Krypten mit radialen Kapellen bilden die Grundlage für die späteren Domchöre. Der Autor hebt die Entwicklungsunterschiede in Frankreich und Deutschland hervor. Während Otto I. der Große (936–973) im Frankenreich eine Renaissance des Reiches anstrebte, verlief die Entwicklung in Frankreich anders. Neue Impulse kamen von der Reform des burgundischen Klosters Cluny. Das Material des Tempels wurde zur Quelle spiritueller Energie, die Ausrichtung auf den Altar verstärkte sich, und es wurde nach tektonischer Gliederung gestrebt. Unterschiedliche regionale Systeme schufen Strukturen, eine neue Romanik entstand…
Information
Author: Mencl Václav
Language: Czech
Publication date: 13. Mai 2022
Manufacturer: Národní památkový ústav, ÚOP středních Čech v Praze
Genres: Sachliteratur, Bücher, Geschichte und Fakten
Type: Gebundene Bücher
Pages: 304
ISBN/EAN: 9788088339106

