Beschreibung
Die „Diktatur der Verbrechen ohne Grenzen und Schranken“ – mit diesen Worten charakterisiert František Soukup (1871–1940), einer der „Männer vom 28. Oktober“, Jurist, Journalist und sozialdemokratischer Politiker, in seinen Memoiren die letzten Jahre der Habsburgerherrschaft in den böhmischen Ländern und anderen Teilen der österreichischen Monarchie. Dort wurde nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs das Parlament seiner tatsächlichen Macht beraubt, die Bürgerrechte eingeschränkt und eine militärisch-bürokratische Diktatur errichtet, die mit allen Mitteln versuchte, die Bürger einzuschüchtern und zu manipulieren. František Soukup, ein Abgeordneter ohne Parlament, versuchte in dieser Zeit der Ungerechtigkeit zumindest durch seine Anwaltstätigkeit zu helfen – beispielsweise durch die Verteidigung Angeklagter vor Militärgerichten und durch diverse andere Interventionen. Er unterhielt zudem Kontakte zur Untergrundorganisation des Widerstands, der Mafia. Der Autor legt in seinem Text nicht nur die rechtlichen Konstrukte dar, auf denen das damalige Vorgehen der staatlichen Behörden beruhte (vor allem die Aussetzung mehrerer grundlegender Bürgerrechte), sondern beschreibt auch zahlreiche konkrete Beispiele verschiedener Formen von Verfolgung, Machtmissbrauch und Einschüchterung von Bürgern in den tschechischen Ländern. Gleichzeitig verweist er, insbesondere auf Grundlage späterer Berichte, auf die Repressionen in Galizien, in den eroberten und besetzten Gebieten Serbiens und…
Information
Author: Soukup František
Publication date: 30. November 2022
Manufacturer: RYBKA Verlag – Michal Rybka
Genres: Gesellschaft und Politik, Tschechische und tschechoslowakische Szene, Bücher, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 304
ISBN/EAN: 9788087950623

