Beschreibung
Die Gewalt und Ungerechtigkeit, die wir erfahren, geben wir an andere weiter. So einfach ist das. So schrecklich ist es. Die kanadischen Internate, in denen indigene Kinder gegen den Willen ihrer Eltern untergebracht wurden, waren grausam. Toby starb siebenundzwanzig Mal, und Kanada beginnt, sich zu fragen, warum. Das letzte der Dutzenden Schulen, die indigenen Kindern europäische Lebensweisen beibringen sollten, wurde 1996 geschlossen. Nicht alle glichen der Hölle auf Erden. Viele aber schon. Umerziehung. Schläge, Demütigungen, sexueller Missbrauch. Für einen Fehler – Bestrafung. Für das Sprechen der Muttersprache – Bestrafung. Fürs Weinen – Bestrafung. Fürs Kranksein – Bestrafung. Kinder, die in Internaten aufwuchsen, bezeichnen sich selbst als Überlebende. Die Wahrheit ist komplexer, wie die Reporterin Joanna Gierak-Onoszko in ihren zwei Jahren Recherche herausfand. Was, wenn die Betreuungsperson selbst ein Opfer von Gewalt war? Warum verletzen Kinder aus den Internaten andere Kinder? Welche Rolle spielte die Kirche, und wie sieht sie die Opfer heute? Der Kreislauf aus Gewalt, Schmerz und Rache ist schwer zu durchbrechen. Wie Wunden heilen auch Wunden, wenn man darüber spricht. Es bedeutet, einzugestehen, dass die Geschichte des eigenen Landes nicht so klar ist wie seine Wälder und Seen. Das Buch „27 Tode des Toby Obed“ ist in der Reihe „Verfluchte Reporter“ erschienen und wurde von Tadeáš Dohnaňský übersetzt. Es ist den kanadischen Internaten gewidmet, wo…
Information
Author: Gierak-Onoszko Joanna
Language: Czech
Publication date: 29. November 2021
Manufacturer: Vydavateľstvo Absynt, sro
Genres: Sozialwissenschaften, Bücher, Fach- und technische Literatur, Gesetz
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 336
ISBN/EAN: 9788082033062

