Beschreibung
Warum lässt sich das Ganze nicht ohne Details erfassen? Wie unterscheidet sich eine Tatsache von einer anderen, die dem Leser präsentiert wird? Ist „Kaltblütig“ von Truman Capote wirklich der erste Tatsachenroman? Was kann ein Reporter mit einem sehr langen Schal anfangen? Warum ist Hanna Krall die Mondrian der Reportage und nicht Chagall? Wie nutzte Ryszard Kapuściński seine schriftstellerische Freiheit? Ist Gonzo-Journalismus einfach nur Amerika auf Drogen? „Das Wort dient in der Reportage als Zeuge. Doch leider verfehlen Zeugen manchmal die Wahrheit, obwohl sie zuvor geschworen haben, nicht zu lügen“, sagt Szczygieł. „Wir Journalisten stecken in einem dreifachen Dilemma (im Sport gibt es wohl nichts Vergleichbares, aber ich möchte die Komplexität der Situation verdeutlichen). Auf der einen Seite steht eine Welt, deren Scheinwelt oft auf Lügen beruht, und wir haben die Interviewpartner, deren Erinnerung nicht immer hundertprozentig zuverlässig ist. Auf der anderen Seite stehen nur wir: unsere Augen, unsere Ohren und unser Gehirn – also ein recht begrenzter Wahrnehmungsapparat. Und schließlich gibt es da noch die unobjektive, bisweilen willkürliche Sprache, die kein glaubwürdiger Zeuge sein kann.“ Mariusz Szczygiełs neues Buch ist eine Liebeserklärung an den Reportagejournalismus und zugleich eine Lektüre für Liebhaber dieses Genres wie auch für alle, die Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit haben.
Information
Author: Szczygiel Mariusz
Language: Czech
Publication date: 14. November 2023
Manufacturer: Dokořán sro
Genres: Weltliteratur, Essays, Reflexionen und Artikel, Bücher, Fiktion
Type: Gebundene Bücher
Pages: 352
ISBN/EAN: 9788076751293

