Beschreibung
Ende der 1980er Jahre entstand als Gegengewicht zur damals vorherrschenden Interpretation der modernen tschechischen Geschichte ein ungewöhnlich umfangreiches Werk des Autorentrios Otáhal, Pithart und Příhoda. Die Autoren versuchen, den „tschechischen Nationalmythos“ zu dekonstruieren, wie er nicht nur im letzten Jahrhundert systematisch aufgebaut wurde, sondern auch bis heute fortbesteht. Das Buch hält uns schonungslos einen Spiegel vor, um unsere Sicht auf die jüngere tschechische Geschichte – von 1848 bis zu den Ereignissen von München – und unsere Rolle im europäischen politischen und sozialen Kontext zu hinterfragen. Dies führte auch zu einigen polemischen Reaktionen auf die erste Auflage. Ziel der Autoren war es nicht, ein wissenschaftliches Geschichtswerk zu verfassen – die Bedingungen der ursprünglich geplanten Samisdat-Ausgabe ließen dies nicht zu. In den Worten eines der Autoren, Petr Pithart, ist dieses Buch vielmehr ein „untypischer Essay mit einer Reihe beunruhigender Fragen“. Das Buch bietet zudem einen detaillierten Einblick in die Zeit der Ersten Tschechoslowakischen Republik – ohne verklärende Illusionen, ohne Sentimentalität und idealisierende Nostalgie, ohne vereinfachende Stereotypen und ohne spätere ideologische Überlagerungen. Die Perspektive auf die sich entwickelnde tschechische Politik nach 1848 und die darauffolgenden Bemühungen um einen modernen tschechischen Staat wirft eine Reihe von Fragen auf: Ist uns dieses Unterfangen gelungen? Und wie…
Information
Author: Otáhal Milan, Pithart Petr, Příhoda Petr
Language: Czech
Publication date: 12. Oktober 2020
Manufacturer: Machart sro
Genres: Sachliteratur, Bücher, Geschichte und Fakten
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 576
ISBN/EAN: 9788076560000

