Beschreibung
In ihrem provokanten Buch befreit Anita Phillips den Masochismus auf intelligente Weise aus dem klinischen Diskurs, der ihn als pathologische Krankheit abstempelt, und rückt ihn in den Kontext einer anderen menschlichen Erfahrung und eines anderen künstlerischen Ausdrucks. Das Ergebnis ist eine frische und faszinierende moderne Perspektive auf Begehren, Neugier und Erotik. Seit Baron Richard von Krafft-Ebing im 19. Jahrhundert den Begriff „Masochismus“ prägte, wurde er fälschlicherweise als das schwächere Gegenstück zum Sadismus wahrgenommen. Anita Phillips, Herausgeberin der britischen Fachzeitschrift „Interstice“, widerlegt diesen Mythos jedoch und argumentiert, dass Masochismus „zutiefst autonom“ ist. Die Kunst, masochistische Fantasien zu verkörpern, schreibt sie, besteht darin, „auf die richtige Weise und zum richtigen Zeitpunkt verletzt zu werden, gemäß einem ausgeklügelten, von Menschen geschaffenen Drehbuch“. Phillips greift auf Freud, Jung, Foucault und Leo Bersani zurück, um eine neue Definition des Masochismus zu entwickeln. Sie untersucht die Populärkultur, um sowohl seine Notwendigkeit als auch seinen starken Einfluss auf die westliche Kultur aufzuzeigen – von David Lynchs „Blue Velvet“ über Jean Genets „Das Wunder der Rose“ bis hin zu den Darstellungen des gequälten Christus im Neuen Testament. Sie zeigt, dass Masochismus ein gesunder Teil der menschlichen Psyche ist, der Genuss bereitet…
Information
Author: Phillipsová Anita
Language: Czech
Publication date: 2. Dezember 2016
Manufacturer: Volvox Globator
Genres: Psychologie, Sachliteratur, Bücher, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften
Type: Gebundene Bücher
Pages: 230
ISBN/EAN: 9788075112989

