Beschreibung
In einem seiner Texte formuliert Savigny eine programmatische These der Rechtswissenschaft: „Jedes Zeitalter der Menschheit muss als Fortsetzung und Weiterentwicklung aller vergangenen Zeiten gedacht werden … Kein Zeitalter erschafft seine Welt willkürlich, sondern tut dies in untrennbarer Verbindung mit der gesamten Vergangenheit. Daher muss jedes Zeitalter etwas als gegeben anerkennen.“ Das Bemühen, die Verbindung zwischen Historischem und Theoretischem zu verstehen, ist nicht nur ein überzeugender, begründeter wissenschaftlich-methodischer Ansatz, sondern (oder vielleicht gerade deshalb?) eine Leidenschaft, die an das Lösen von Rätseln oder das Zusammensetzen von Puzzles erinnert. Von trockenen wissenschaftlichen oder fachlichen Texten aus kann man so „in die Gewässer eintauchen“, um Geschichten, Kontexte, Gründe oder Intentionen hinter den Veränderungen menschlichen Wissens zu entdecken. Die Geschichten juristischer Begriffe sind Geschichten unserer Sprache, unseres Sprechens und somit auch Geschichten unseres Denkens, unseres Schlussfolgerns, unseres Verstehens. Das Buch bietet einen Einblick in zwei zentrale analytische Prinzipien des Rechts: die Kontexte, Intentionen und Zwecke ihrer Entstehung und ihrer Wandlungen im Fluss der europäischen Geschichte. Mit Demut und Bewunderung können wir die Fähigkeit unserer Vorfahren betrachten, auf die Herausforderungen ihrer Zeit zu reagieren, indem sie den begrifflichen Apparat des Rechts prägten. Dies gewährt uns auch Einblick in die Fallstricke und Widersprüche heutiger Auffassungen der Prinzipien der Widerspruchsfreiheit und Vollständigkeit des Rechts.
Information
Author: Holländer Pavel
Language: Slovak
Publication date: 20. Dezember 2022
Manufacturer: Nakladatelství Leges, sro
Genres: Gesetz, Sozialwissenschaften, Bücher, Fach- und technische Literatur
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 176
ISBN/EAN: 9788075026453

