Beschreibung
Die Publikation untersucht kritisch das staatswissenschaftliche und politisch-philosophische Verständnis des modernen Staates, seiner Krise und seiner Legitimität. Dabei werden sowohl deskriptive Aspekte aus der Perspektive einer breit gefassten Theorie der öffentlichen Wahl (politische Ökonomie) als auch normative Aspekte aus der Perspektive des philosophischen Anarchismus betrachtet. Gemeinsames Element beider Paradigmen ist die Symmetrie der Annahmen in der Staatsanalyse: Der Staat kann nicht als autarker Koloss, der die Gesellschaft überragt, verstanden werden, sondern vielmehr als soziales Phänomen, das aus allgemeineren sozialen Phänomenen hervorgeht und dessen moralische Dimension aus allgemeinen moralischen Prinzipien erwächst. Beide Paradigmen werden oft als „destruktiv“ gegenüber zentralen klassischen staatswissenschaftlichen Konzepten wahrgenommen: Souveränität, Volkswille, ideale Repräsentation und die Legitimität des Staates, die politische Verpflichtungen begründet. Das (re)konstruktive Potenzial der Theorie der öffentlichen Wahl und des philosophischen Anarchismus im Kontext des Niedergangs des modernen Staates wird häufig unterschätzt. Das universelle politisch-ökonomische Instrumentarium (methodologischer Individualismus, Verhaltenssymmetrie, Marktversagen, spontane Ordnung, die Bedeutung von Anreizen, die Bedeutung von Institutionen) erscheint besonders attraktiv dort, wo das merklich engere klassische Staatswissenschaftsmodell erfolglos mit polyzentrischen Fragestellungen zu kämpfen hat...
Information
Author: Gregárek Matěj
Language: Czech
Publication date: 30. April 2019
Manufacturer: Nakladatelství Leges, sro
Genres: Internationale Beziehungen, Bücher, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften, Gesellschaft und Politik
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 200
ISBN/EAN: 9788075023209

