Beschreibung
Was nun? Worüber soll ich singen, wenn ein paar hundert Kilometer weiter östlich Wohnhäuser und sogar Geburtskliniken bombardiert werden? Zwischen den Waffen verstummen die Musen, erinnerte ich mich. Aber wir sind noch im Hinterland, und die Aufgabe der Kultur ist es, uns zu helfen, nicht vor Angst den Verstand zu verlieren, nicht vor Gleichgültigkeit abzustumpfen und nicht völlig den Verstand einzubüßen. „Um ausreichend aufmerksam und sensibel für uns selbst und für die Menschen, die uns brauchen, zu sein und nicht nur an unser eigenes Wohlbefinden zu denken“, schreibt Jan Burian in einem der Texte dieses Buches. Es folgt auf die vier vorherigen Ausgaben seiner regelmäßigen Essays, die ursprünglich für Týdeník Rozhlas erschienen sind: „Ein Geist im Einkaufszentrum“ (2009), „Ein Plädoyer für die heutige Zeit“ (2013), „Die Perspektive einer Katze“ (2016) und „Der Sturm und die Seifenblasen“ (2019). In nur drei Jahren ist so viel geschehen, und zwei Chroniken aus den Jahren 2020 und 2021 kreisen logischerweise um die Pandemie und das Leben darin. Doch beim Lesen finden wir uns auch an vielen anderen Orten in unserer Heimat und in der ganzen Welt wieder, erleben den siebzigsten Geburtstag des Autors und begegnen einer Reihe interessanter Menschen. Ein Essay vom März 2022 ist der Ukraine gewidmet und beantwortet auch die Frage vom Anfang dieses Absatzes: „Es gibt noch immer etwas zu besingen, auch wenn es schwierig ist.“ Jetzt ist es nicht mehr so offensichtlich wie damals, als nebenan nichts passierte. Als ich nach... in Jihlava war...
Information
Author: Burian Jan
Language: Czech
Publication date: 27. Februar 2023
Manufacturer: Galén, spol. s ro
Genres: Tschechische und slowakische Literatur, Bücher, Fiktion
Type: Gebundene Bücher
Pages: 216
ISBN/EAN: 9788074926433

