Beschreibung
Der vorliegende Band stellt den Literaturkritiker und Übersetzer Josef Vohryzek (1926–1998) als kritischen Denker vor, der sich mit dem Wesen des kommunistischen Regimes, der tschechisch-slowakischen Gesellschaft im gemeinsamen Staat und nach dessen Auflösung sowie dem Verhältnis zwischen Stärkeren und Schwächeren, der Mehrheit und der (Roma- und jüdischen) Minderheit auseinandersetzte. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt umfasst Texte über Gesellschaft und Politik vor 1989 und nach dem Fall des kommunistischen Regimes. Der einleitende Essay schildert die Lebenserfahrung eines Parteilosen während des Prager Frühlings 1968. Reflexionen, die während der sogenannten Normalisierung für Samisdat-Anthologien und -Zeitschriften verfasst wurden, thematisieren die tatsächlichen Möglichkeiten der Charta 77, die Mechanismen der juristischen Schikane und die Bedeutung unabhängiger Bürgerinitiativen. Essays aus der ersten Hälfte der 1990er-Jahre erörtern die Beziehungen zur neu entstehenden Macht, die Auflösung der föderativen Republik, das Ethos des neu gegründeten tschechischen Staates und das Verhalten der sogenannten intellektuellen Eliten in all diesen Phasen. Der zweite Teil besteht aus Texten zur Rassenintoleranz. Eine Streitschrift aus dem Jahr 1968 zeigt die möglichen sozialen Folgen der damals geplanten Föderalisierung des tschechoslowakischen Staates auf, die in einem der ersten Dokumente der Charta 77 (von 1978) aufgegriffen wird, in dem die Lage der Roma detailliert dargelegt wird.
Information
Author: Geist Michael, Vohryzek Josef
Language: Czech
Publication date: 8. November 2021
Manufacturer: Nakladatelství Triáda, sro
Genres: Sachliteratur, Bücher
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 300
ISBN/EAN: 9788074743764

