Beschreibung
Die Literaturgeschichte verbindet die Anfänge der tschechischen Literaturkritik üblicherweise mit Josef Jungmann. Doch was offenbart die Zeit vor Jungmann über die Literaturkritik, nicht nur hinsichtlich der Herausbildung des sprachlichen und ethnischen Kanons des 19. Jahrhunderts, sondern auch über unsere literarische Kommunikation im Allgemeinen? Diese Monografie präsentiert die Ergebnisse einer Untersuchung von über fünfzig deutschen und tschechischen Zeitschriften sowie anderen zeitgenössischen Medien, in denen zwischen 1770 und 1805 Vorstellungen von Literatur und ihrer gesellschaftlichen Rolle dargelegt wurden. Sie untersucht die Regeln der literarischen Kommunikation, wie sie den Lesern in den tschechischen Ländern von den ersten, oft ausländischen Kritikern vermittelt wurden, und deren Position im Verhältnis zur heimischen Aufklärungsliteratur. Die Monografie zeichnet deren Vorstellungen vom literarischen Publikum nach, in dem neben der angesehenen Institution des Theaters die Fiktion eine immer wichtigere Rolle einnahm, die Transformation des älteren Gattungssystems in einen modernen, offenen Kanon und die Differenzierung der Kommunikation darüber in neuen, interessenorientierten Zeitschriften sowie deren Grenzen in Mitteleuropa. Die Monografie untersucht die Auswirkungen des neuen Literatursystems auf das spezifische lateinisch- und tschechischsprachige Umfeld der tschechischen Länder. Sie berührt dabei auch allgemeinere Themen: Wie sich dieses Feld jenseits der traditionellen Literaturwissenschaft im Lichte der frühen Kritik entwickelte…
Information
Author: Dobiáš Dalibor
Language: Czech
Publication date: 25. August 2021
Manufacturer: Jiří Tomáš - nakladatelství Akropolis
Genres: Fach- und technische Literatur, Bücher
Type: Gebundene Bücher
Pages: 672
ISBN/EAN: 9788074703881

