Beschreibung
Die Prosa der zeitgenössischen russischen Dichterin und Essayistin Maria Stepanowa, mit dem Titel „In Erinnerung an die Erinnerung“, reagiert auf die heutige Vergangenheitsbesessenheit. Die Autorin nutzt die Vergangenheit auch, um sie eingehend zu untersuchen und zu verarbeiten. In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte ihrer scheinbar gewöhnlichen russischen, genauer gesagt sowjetischen Familie mit jüdischen und ukrainischen Wurzeln, deren Mitglieder in der turbulenten Geschichte des 20. Jahrhunderts – Revolutionen, Säuberungen und Kriege, die den unausweichlichen Hintergrund ihres Alltags bilden – scheinbar nur gleichgültige Beobachter sind. Stepanowa verwebt einfühlsam Briefe, Tagebücher und Fotografien aus ihrem Familienarchiv mit ihrer Erzählung über sich selbst und ihrer langen Reise zu den Schicksalen ihrer verstorbenen Vorfahren. Doch dies ist nicht eines jener Bücher, in denen die Autorin die Welt bereist, um ihre Wurzeln zu finden, auch wenn sie dies im Text ironischerweise behauptet. Die persönlichen Erzählungen verweben sich mit essayistischen Kapiteln über die Schriftsteller Osip Mandelstam und W. G. Sebald, die Fotografen Rafael Goldchain und Francesca Woodman, die bildenden Künstler Charlotte Salomon und Joseph Cornell und viele andere. Sie alle eint das Bestreben des Autors, zu verstehen, was Erinnerung im Zeitalter der Post-Erinnerung ist und wie die Vergangenheit in unserer gegenwärtigen Realität präsent ist, die …
Information
Author: Stěpanovová Marija
Language: Czech
Publication date: 23. Juni 2021
Manufacturer: Jiří Tomáš - nakladatelství Akropolis
Genres: Romane, Weltliteratur, Bücher, Fiktion
Type: Gebundene Bücher
Pages: 504
ISBN/EAN: 9788074703614

