Beschreibung
Wie wurde die Sekundarbildung konzipiert und mit welchen Problemen sah sie sich im multikulturellen Umfeld der Ersten Tschechoslowakischen Republik konfrontiert? Um diese zentrale Frage zu beantworten, versteht der Autor Schulen nicht nur als Bildungseinrichtungen, sondern als komplexes kulturelles System. Er versucht, dieses System anhand gezielter Untersuchungen zu Sprachbildung und Geschichte zu ergründen. Es handelt sich dabei nicht um eine enzyklopädische Darstellung des Bildungswesens in der Ersten Republik, sondern um eine kulturhistorische Studie über die gegenseitige Verflechtung und Entfremdung im zentralen Feld nationaler Auseinandersetzungen. Inspiriert von der sogenannten „Histoire croisée“ untersucht der Autor die Beziehungen zwischen staatlichen Autoritäten einerseits und Vertretern sprachlich heterogener Schulen andererseits. Der Verhandlungsprozess, die Suche nach gemeinsamen Zielen und die Strategien zur Durchsetzung nationaler Forderungen rücken dabei in den Vordergrund. Durch seine vielschichtige Analyse der Bildungsfragen verdeutlicht der Autor die Komplexität der nationalen Frage in der Tschechoslowakei, untersucht das integrative Potenzial staatlicher Politik gegenüber den einzelnen Nationalitäten und reflektiert die Folgen des Bildungsprozesses für die jeweiligen nationalen Diskurse. Die Studie soll den Lesern zudem eine Antwort auf die Frage geben: Welches transnationale Potenzial besaß die Sekundarbildung?
Information
Author: Němec Mirek
Language: Czech
Publication date: 15. September 2020
Manufacturer: Mervart Pavel Mgr.
Genres: Internationale Beziehungen, Tschechische und tschechoslowakische Szene, Bücher, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften, Gesellschaft und Politik
Type: Gebundene Bücher
Pages: 488
ISBN/EAN: 9788074654183

