Beschreibung
Zum Ursprung der Idee des Erkenntnisfortschritts: Die Idee des Erkenntnisfortschritts ist nicht selbstverständlich. Man nimmt gemeinhin an, sie sei durch mysteriöse Prozesse wie die Säkularisierung der Eschatologie von außen in Philosophie und Wissenschaft gelangt. In diesem Buch wird die Idee des Erkenntnisfortschritts als eine spezifische Form der Erkenntnistheorie verstanden, die die unverzichtbare Rolle der Zeit bei der Formung von Wissen über die Natur anerkennt. Diese Erkenntnistheorie zielte darauf ab, die Probleme zu lösen, die in Wissenschaft und Philosophie des 16. und 17. Jahrhunderts auftraten, nachdem deutlich geworden war, dass die Natur dem menschlichen Wissensdrang nicht gehorcht. Der erste Teil des Buches erörtert das Verhältnis von Wissen und Zeit in verschiedenen Strömungen der Renaissancephilosophie und -wissenschaft (M. Ficino, C. Bovillus, O. Croll, C. Gesner, M. Kopernikus, J. Kepler). In dieser Zeit entwickelte sich kein präskriptives Fortschrittskonzept, da der Glaube an eine anthropozentrische Teleologie der Welt die Möglichkeit einschloss, das für den Einzelnen notwendige Wissen zu erlangen. Der zweite Teil des Buches beschreibt, wie die Philosophie und Wissenschaft der frühen Neuzeit teleologische und vitalistische Weltanschauungen ablehnten und sie durch die Idee eines unendlichen, kontingenten Universums aus Atomen ersetzten. Teleskope und Mikroskope überzeugten Philosophen und Wissenschaftler davon, dass die menschliche Sinneswahrnehmung nicht teleologisch für empirische Forschung geeignet ist.
Information
Author: Špelda Daniel
Language: Czech
Publication date: 22. März 2016
Manufacturer: Mervart Pavel Mgr.
Genres: Bücher, Philosophie, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 300
ISBN/EAN: 9788074651939

