Beschreibung
Essays eines führenden Jungschen Psychoanalytikers untersuchen den Archetyp des Vaters und das Phänomen der Vaterschaft aus verschiedenen Perspektiven. Mutterschaft hat eine instinktive, körperliche Grundlage, Vaterschaft hingegen ist ein kulturelles und soziales Produkt. Erst mit dem Auftreten des Mannes als Vater kann man von der Entstehung von Familie und Gesellschaft sprechen. Im Reich der Säugetiere zeugen die stärksten Männchen, die im Kampf um die Weibchen siegreich sind, zwar Nachkommen, haben aber keine besondere Beziehung zu ihnen. Die biologischen und kulturellen Aspekte prallen im Mann als Vater fortwährend aufeinander und erzeugen das sogenannte Vaterparadoxon: Gegenüber Familie und Nachkommen soll ein Vater gütig und beschützend sein, gegenüber der Welt jedoch erobernd und siegreich. Der Autor zeichnet die vielfältigen Erscheinungsformen und Transformationen des Vaterarchetyps in der soziokulturellen Geschichte der westlichen Zivilisation von der Antike über die Anfänge des Christentums, die Französische Revolution und die beiden Weltkriege bis hin zur modernen Transformation der Familie nach. Laut Luigi Zoja ist die heutige Zeit durch das Verschwinden der Väter aus Familie und Gesellschaft gekennzeichnet, obwohl beide auf patriarchalen Strukturen beruhen. Luigi Zoja ist ein kenntnisreicher und literarisch versierter Kenner der westlichen Kulturgeschichte und hat allen, die sich für die tieferliegenden psychologischen Hintergründe der westlichen Gesellschaft und Familie interessieren, viel zu sagen.
Information
Author: Zoja Luigi
Language: Czech
Publication date: 30. November 2022
Manufacturer: Dr. Aleš Lederer
Genres: Partnerbeziehungen, Bücher, Sachliteratur, Kinder, Familie und Beziehungen
Type: Gebundene Bücher
Pages: 328
ISBN/EAN: 9788072605514

