Beschreibung
Herbert Lionel Adolphus Hart (1907–1992), ehemaliger Professor für Rechtstheorie an der Universität Oxford, zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Rechtsphilosophie des 20. Jahrhunderts. Sein Werk „Der Begriff des Rechts“ revolutionierte die traditionellen Ansichten über das Recht und sein Verhältnis zu Moral und Politik, das Konzept des Naturrechts und der Gerechtigkeit sowie die Rechtsmethodologie. Neben dem in Prag geborenen Hans Kelsen dürfte es schwerfallen, einen anderen Rechtstheoretiker zu finden, dessen Name zum Synonym für eine ganze Rechtsschule geworden ist – die sogenannte analytische Jurisprudenz. Seit der Erstveröffentlichung von „Der Begriff des Rechts“ im Jahr 1961 hat das Buch Generationen von Juristen, Philosophen und Politikwissenschaftlern inspiriert. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Geschichte der angloamerikanischen Rechtsphilosophie und -theorie in den letzten fast fünf Jahrzehnten maßgeblich von der kritischen Auseinandersetzung mit Harts Rechtskonzeption als System primärer und sekundärer Regeln geprägt war. Harts berühmte Debatten mit dem amerikanischen Rechtstheoretiker Lon L. Fuller, in denen der Streit zwischen positivem und natürlichem Recht auf originelle Weise neu entfacht wurde, waren von entscheidender Bedeutung für so unterschiedliche Schulen des Rechtsdenkens, wie sie beispielsweise in den Werken von Ronald Dworkin, Joseph Raz oder Neil MacCormick vertreten sind.
Information
Author: Hart HLA
Language: Czech
Publication date: 1. Oktober 2010
Manufacturer: Dr. Aleš Lederer
Genres: Sozialwissenschaften, Bücher, Fach- und technische Literatur, Gesetz
Type: Gebundene Bücher
Pages: 316
ISBN/EAN: 9788072602391

