Beschreibung
Die Phänomenologie der Animalität, deren Grundlagen Florence Burgat in ihrem Buch darlegt, sucht nicht nach ethischen Lösungen für den Status der Tiere in der westlichen Gesellschaft. Ziel des Buches „Freiheit und Rastlosigkeit des tierischen Lebens“ ist es, die Herangehensweisen der Erben des cartesianischen Denkens an das Tierleben zu analysieren, sich von der Auffassung zu befreien, das Tier sei das Gegenteil der Menschheit, und den Grundstein für eine wahre Ontologie der Animalität zu legen. Daher greift Florence Burgat auf Autoren wie Hegel, Uexküll, Schopenhauer, Bergson, Jonas und Merleau-Ponty zurück, für die das Tier seiner Umwelt und seinem Verhalten unabhängig vom Menschen Bedeutung verleiht. Weder die Lebenskraft noch die Vorstellung vom Organismus als einer mit Bewusstsein ausgestatteten Maschine können die wahre Bedeutung des Verhaltens erfassen, welches die höchste Manifestation des Lebens und seiner Freiheit darstellt. Das Bestreben, den gegenwärtigen Status des Menschen als Lebewesen, das das Stadium der Animalität transzendiert hat, aufrechtzuerhalten – bedingt durch die Notwendigkeit, dem Menschen einen besonderen moralischen Status zu verleihen –, stellt zugleich eine unbeabsichtigte Rückkehr zur Metaphysik dar. Was geschieht, wenn wir aufhören, das Leben anhand physikalischer Gesetze zu verstehen und es nach anthropologischen und kognitiven Kriterien zu bewerten, und stattdessen die ihm innewohnende Dynamik wahrnehmen?
Information
Author: Burgatová Florenz
Language: Czech
Publication date: 1. Januar 2019
Manufacturer: Nakladatelství Karolinum
Genres: Philosophie, Sachliteratur, Bücher, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 296
ISBN/EAN: 9788024640563

