Beschreibung
Die Linguistik versucht oft, sich als Naturwissenschaft darzustellen. Es wird behauptet, Sprachnutzer würden von einem blinden Sprachinstinkt geleitet und ihr sprachliches Verhalten ließe sich rein physiologisch-biologisch beschreiben. Itkonen zeigt, dass diese Vorstellung grundlegend falsch ist. Seine Argumentation basiert auf der Idee, dass Sprache ein Gefüge aus Millionen sogenannter geteilter, dreistufiger Wissensebenen darstellt, die in der sogenannten Intersubjektivität der Bewusstseinszustände ihrer Nutzer existieren – und dass sie deshalb einen inhärent normativen Charakter besitzt. Diese originelle Sprachkonzeption ermöglicht es ihm, eine Reihe von zentralen Fragen zu beantworten, die für das zeitgenössische tschechische Sprachverständnis und die tschechische Sprachsituation relevant sind – beispielsweise, dass „das Sollen nicht vom Sein abgeleitet werden kann“ (Normativität), aber dass „das Sein das Sollen beeinflussen kann“ (Sprachwandel), oder dass „wir nicht die Sprache besitzen, sondern die Sprache uns besitzt“ (sprachliche Korrektheit).
Information
Author: Itkonen Esa
Language: Czech
Publication date: 14. April 2025
Manufacturer: Středisko spol. činností AV ČR, vvi
Genres: Bücher, Philosophie, Fach- und technische Literatur, Sozialwissenschaften
Type: Gebundene Bücher
Pages: 274
ISBN/EAN: 9788020035998

