Beschreibung
Für Wissenschaftler war Kannibalismus jahrhundertelang ein bizarres Phänomen ohne nennenswerte biologische Bedeutung, lediglich eine zufällige Ansammlung natürlicher Kuriositäten. Selbst in unserer Kultur stellt Kannibalismus ein abstoßendes Tabu dar, das gleichzeitig eine magische Anziehungskraft besitzt. Die Rolle des Kannibalismus in Natur, menschlicher Evolution und Geschichte ist jedoch viel tiefgründiger und komplexer. Der Zoologe Bill Schutt führt die Leser durch die tückischen Gewässer voller Mythen über Kannibalismus in Biologie, Anthropologie und Geschichte: von Kaulquappen in den Chiricahua Mountains, die ihre Geschwister fraßen, über die Sierra Nevada, die den wohl bekanntesten historischen Fall von Kannibalismus in Amerika – die Donner-Party – erlebte, bis hin zu heutigen Experten für den Verzehr von Plazenta (die übrigens hervorragend zu Chianti passt). Schutt gelingt es, aus einer scheinbar zusammenhanglosen Sammlung von Kuriositäten beunruhigend präzise Regeln abzuleiten, die zu Kannibalismus führen. Warum beißen Gottesanbeterinnen (nicht) den Männchen den Kopf ab? Warum aßen Europäer bis ins 20. Jahrhundert freiwillig Teile menschlicher Leichen? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Aussterben der Neandertaler und Kannibalismus? Und droht uns eine düstere Zukunft voller Kannibalismus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in dem Buch „Die Naturgeschichte des Kannibalismus: Über Kannibalen, Plazenten, Mumienpulver und andere Dinge“.
Information
Author: Schutt Bill
Language: Czech
Publication date: 5. Dezember 2018
Manufacturer: Středisko spol. činností AV ČR, vvi
Genres: Sachliteratur, Bücher
Type: Bücher - Taschenbuch
Pages: 288
ISBN/EAN: 9788020028303

