Beschreibung
In der Wirtschaftswissenschaft herrscht die Ansicht vor, dass Geld und Staat nur eine untergeordnete Rolle im Wirtschaftsleben spielen sollten. Geld, so die Behauptung, sei nichts weiter als ein Tauschmittel; wirtschaftliche Ergebnisse sollten am besten der „unsichtbaren Hand“ des Marktes überlassen werden. Die in diesem wichtigen neuen Buch vertretene Position ist jedoch, dass die Allgegenwart von Unsicherheit Geld und Staat zu wesentlichen Bestandteilen jeder Marktwirtschaft macht. Ein Grund, warum wir Geld benötigen, ist unsere Ungewissheit über die Zukunft. Ein Staat – insbesondere ein guter Staat – macht die Zukunft vorhersehbarer und reduziert somit die Geldnachfrage. Nach Adam Smith befürwortete die orthodoxe Wirtschaftstheorie beharrlich die Nichteinmischung, doch die Weltwirtschaftskrise von 1929–32 bremste die Vertreter dieser Theorie abrupt. Ein fragiles Kräfteverhältnis zwischen Staat, Arbeitgebern und Gewerkschaften ermöglichte es der keynesianischen Wirtschaftstheorie, sich als neues politisches Paradigma der westlichen Welt zu etablieren. Die Stagflation der 1970er-Jahre führte jedoch zur Ablehnung der keynesianischen Politik und zur Rückkehr zur neoklassischen Orthodoxie des Minimalstaats. Dreißig Jahre später war die globale Finanzkrise von 2008 so schwerwiegend, dass sie die reformierte klassische Orthodoxie erschütterte, aber merkwürdigerweise...
Information
Author: Robert Skidelsky
Language: English
Publication date: 6. September 2018
Manufacturer: The Book Service Ltd (Penguin)
Genres: Englische Literatur, Bücher, Fremdsprachige Bücher, Wirtschaftsbücher auf Englisch, Sachliteratur in englischer Sprache
Type: Gebundene Bücher
Pages: 512
ISBN/EAN: 9780241352823

